Daily Archives: Oktober 18, 2015

Nimm nichts persönlich! Und verzeihe! 3. Teil von 5

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Teil 3 der 5-teiligen Artikelreihe: „Mit Leichtigkeit FABELHAFT leben!- So geht das!“


yvonne-borowiak.com FABELHAFT leben! (Foto: #87237746 | Urheber: drubig-photo@fotolia.de)

Herzlich willkommen zu meiner 5-teiligen Blogartikelreihe „Mit Leichtigkeit FABELHAFT leben!- So geht das!“.

Hier verrate ich dir in insgesamt 5 Wochen, welche Aspekte wichtig sind, um dein FABEHAFTES Leben zu entwickeln. Ein Leben, in dem du dich wohlfühlst, entspannt und glücklich bist. Ein Leben, in dem du respektiert, wertgeschätzt und geliebt wirst. Damit du bald mit Leichtigkeit FABELHAFT leben kannst. Ich wünsche dir viel Spaß bei der Neuentdeckung deiner selbst.

Vor zwei Wochen fing die Artikelreihe mit Teil 1 „Sei verliebt in dich selbst! Und entdecke deine stolze Weiblichkeit!“ an. Dort hast du erfahren, wie wichtig es ist, als Frau deine Werte zu kennen und zu leben und in dich selbst verliebt zu sein. Das war der Start der Entdeckungsreise zu deiner persönlichen Leichtigkeit.

Letzte Woche hast du dann im 2. Teil „Werde zum Tier! Und höre auf dein Bauchgefühl!“ erfahren, wie wichtig es ist, wichtige Situationen instinktiv zu bewerten. Zudem ging es darum, nicht alles und jeden und schon gar nicht dich selbst ständig negativ zu bewerten. Höre auf zu Analysieren und fühle Leichtigkeit! Lass uns die Reise nun fortführen. Die Reise zu mehr Leichtigkeit, die dich ein entspanntes, erfüllendes, fabelhaftes Leben führen lässt. Hast du Lust?

Nimm nichts persönlich!

Hast du das schon erlebt? Jemand macht eine Äußerung und du fühlst dich gekränkt? Bist sauer? Später stellt sich dann heraus, dass es so gar nicht von dem anderen gemeint war. Du hast etwas persönlich genommen und dir damit einen schlechten Tag gemacht? Anstatt in deiner Mitte zu sein und dir gut zu tun, hast du die Zeit mit Grübeln verbracht. Es ist aber völlig unnötig, dir selbst eine traurige, nachdenkliche Zeit zu machen, die dich von deinem FABELHAFTEN Leben abbringt. Denn 99% der Äußerungen, die Menschen machen, sind gar nicht persönlich gemeint! Denn so wie du, sind die anderen Menschen auch mit sich selbst und ihrem Leben beschäftigt. Sie reagieren oft automatisch. Aufgrund alter Mechanismen, die sie in der Kindheit erworben haben. Oder aus Frustriertheit oder Angst heraus. In den seltensten Fällen haben negative Äußerungen oder Handlungen mit dir zu tun. Selbst die Dinge, die direkt an dich gerichtet sind, haben mit Themen zu tun, die die andere Person mit sich selbst hat. Frühere Erfahrungen, die nicht verareitet sind. Aufgestaute Hass- und Rachegefühle. Momentane Überforderung mit einer Situation oder tiefsitzenden Ängste. Vielleicht hat der andere auch nur schlecht geschlafen und ist morgenmuffelig. Nimm es also dir zum Gefallen erstmal nichts zu persönlich. Denn es macht dich traurig und dein Herz schwer. Sehr wahrscheinlich hat der andere es gar nicht so verletzend gemeint. Sehr wahrscheinlich ist dem anderen nicht mal bewusst, was er da in dir ausgelöst hat! Wenn du ganz ehrlich bist, so hast du selbst auch schon etwas geäußert, das einen anderen getroffen hat. Dabei wolltest du dem anderen gar nichts Böses. Das passiert ständig. Denn Kommunikation birgt viele Stolpersteine. Diese Punkte sind oft Anlässe für Konflikte. Und enden nicht selten in einer Konfliktspirale, aus der sich nicht leicht zu befreien ist. Oft endet dies in einer gestörten Beziehung.

Was ist an Kommunikation so schwierig?

Eigentlich ist Kommunikation ganz leicht: Es gibt einen Sender, der etwas sagt/schreibt und einen Empfänger, der die Nachricht hört/liest:

Sender –> Nachricht –> Empfänger

Ganz einfach, oder? – Leider nicht. Denn wie schon Watzlawick oder Schulz von Thun herausgestellt haben, ist Kommunikation viel komplexer. Wir brauchen einen gleichen Code für die Nachricht, z.B. die gleiche Sprache. Dann gibt es neben der Nachricht, die wir mitteilen wollen (Sachebene) noch den Beziehungsaspekt, die Selbstoffenbarung und den Appellaspekt. Diese alle beeinflussen die Kommunikation und die Beziehung zu dem Kommunikationspartner. Dies ausführlich zu erklären, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Vielleicht besuchst du hierzu mal ein Seminar von mir. Hier sei nur so viel angemerkt: Bei jeder Kommunikation schwingt neben dem Inhalt (Sachebene) mit, wie ich mich fühle (Selbstoffenbarung), wie ich zu der anderen Person stehe (Beziehungsaspekt) und was ich mir von dieser Person wünsche (Appellaspekt). Diese Botschaften sende ich teils bewusst, teils unbewusst mit. Und wie sie bei dem anderen ankommen, kann ich nur zum Teil beeinflussen. Denn es kommt darauf an, wie die andere Person meine Äußerungen wahrnimmt und auf welchen Aspekt der Nachricht er besonders reagiert.

Und dann wäre da noch die Wahrnehmung…

Kommunikation ist also sehr komplex. Sie ist von unterschiedlichen Aspekten beeinflusst. Zudem lebt Kommunikation davon, wie der Empfänger die Nachricht und alle mitschwingenden Aspekte wahrnimmt. Wahrnehmung ist nicht das Erkennen der Realität ist, sondern unterliegt Interpretationen. Aus diesen Interpretationen der sinnlichen Hinweise, konstruieren wir unsere persönliche Wirklichkeit, wie uns schon der Konstruktivismus lehrt.

Ein Beispiel für unterschiedliche Interpretation der gleichen nonverbalen Handlung- das Arme vor der Brust verschränken: Es kann sein, dass du das Verschränken der Arme deines Gesprächspartners als Desinteresse oder Abwehr interpretierst. Daraufhin ziehst du dich zurück oder gehst etwas zum Angriff, denn du nimmst diese negative Haltung persönlich! Es kann aber auch einfach als entspannte Sitzhaltung wahrgenommen und bewertet werden. Und somit als positives Anzeichen für konzentriertes zuhören gesehen werden. Oder der andere weiß einfach nicht wohin mit seinen Gliedmaßen und kontrolliert diese in dieser Haltung. Diese Körperhaltung hätte in diesem Falle überhaupt nichts mit der Kommunikation an sich zu tun. Je nachdem, wie du etwas wahrnimmst und interpretierst hat es also starken Einfluss auf die weitere Kommunikation und letztlich auf den Beziehungsverlauf!

Was tun, wenn mich doch etwas persönlich trifft?

Damit du dir selbst im Sinne eines mit Leichtigkeit fabelhaften Lebens einen Gefallen tust: Nimm nichts persönlich! Oder versuch es zumindest. Trifft dich trotz des Versuchs eine Äußerung oder Handlung nicht persönlich zu nehmen etwas hart, so hast du 4 Möglichkeiten:

  1. Du nimmst es als Anreiz zur Verdeutlichung deiner Bedürfnisse: Du erkennst, dass der andere deine Werte verletzt hast und du versuchst dies in einem Gespräch zu lösen und unterstreichst dies mit einer Verhaltensänderung.
  2. Du nimmst es als Anreiz zur eigenen Entwicklung: Du erkennst, dass der andere sich von dir zuvor verletzt fühlte und versuchst ein klärendes Gespräch zu führen und zukünftig achtsamer mit dem anderen umzugehen.
  3. Du nimmst es als Anreiz zur Klärung eines dich belastenden Themas: Dir wird bewusst, dass der andere ein für dich schwieriges Thema ausgelöst hat, z.B. alte Verletzungen aus der Kindheit angesprochen hat und arbeitest dieses Thema für dich auf. Eventuell mit Hilfe eines Therapeuten.
  4. Du entscheidest keine Energie in eine Klärung zu setzen, sondern zu verdrängen: Du vermeidest Situationen oder Personen, die dieses Thema in dir hochkommen lassen. Meine Meinung nach, muss nicht immer alles verarbeitet werden. Verdrängung ist nicht umsonst ein Abwehrmechanismus. Auch wenn Freud die Umgangsweise damit anders interpretiert. Vermeidung kann auch manchmal eine Lösung sein. Der Nachteil ist: Lösen es viele Personen oder Situationen in dir aus, so macht dich dies unfrei. Schreit das Thema zu laut, kommst du um eine Bearbeitung früher oder später nicht drumherum, wenn du mit Leichtigkeit FABEHAFT leben möchtest.

Die Entscheidung, welche Möglichkeit die für dich in einer spezifischen Situation angebrachte ist, kann dir keiner abnehmen. Wenn es psychisch tiefer sitzt, kann psychotherapeutische Hilfe notwendig sein. Falls du einfach etwas Unterstützung brauchst, so kannst du eine für dich passende Möglichkeit in einem Coachingprozess erarbeiten. Wenn du magst, nehme gerne Kontakt mit mir auf und wir schauen in einem KOSTENLOSEN Erstgespräch, was für dich ein passender Weg sein könnte.

Verzeihe!

Egal, wie eine Verletzung aussieht: Verzeihe! Verzeihung ist der Schlüssel zur Leichtigkeit. Denn langanhaltende Wut-, Rache- oder oder Trauergefühle machen dich schwer. Wenn du mit Leichtigkeit FABELHAFT leben möchtest, dann lasse diese Schwere los. Gibt es Personen, die dir schwerwiegend oder langanhaltend nicht gut getan haben, so musst du dir gut überlegen, in welcher Form sie ab nun ein Teil deines Lebens sein sollen. Oder ob sie überhaupt noch ein Teil deines Lebens sein sollen. Akzeptieren und Loslassen sind 2 Aspekte um glücklich zu leben (siehe meinen Blogartikel dazu)! Verzeihe auch dir selber für eigene Schwächen oder Handlungen, die du begangen hast! Jeder macht Fehler, jeder hat Schwächen! Entwickle dich, aber belaste dich nicht mit Schuld! Verzeihe auch dem Schicksal oder Gott für Dinge, die nicht so laufen oder gekommen sind, wie du es dir erhofft hast! Nimm das Schicksal an, wenn du es nicht ändern kannst. Und lebe deinen Weg. Zusammengefasst würde ich es so beschreiben:

Verzeihen heißt:

  • … sich von einem dauerhaften Gefühl von Trauer, Wut, Angst, Hass zu befreien, indem man Verständnis für die Schwächen eines anderen oder die eignen Schwächen hat!
  • … dem anderen oder sich selbst trotzdem mit Wertschätzung und Liebe zu begegnen!
  • … den anderen oder sich selbst nicht für eine Unzulänglichkeit gleich in ganzer Person zu verurteilen!
  • … seine Zeit nicht mit Racheplänen oder Schuldgefühlen und Süne zu vergeuden!

Verzeihen heißt nicht:

  • … erneut einem anderen Menschen Gelegenheit zu geben dich in gleicher Weise zu verletzen!
  • … Schwamm drüber und nichts verändern!
  • … die andere Wange auch hinzuhalten!
  • … keine Konsequenzen zu ziehen!

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, dich im „Nicht-persönlich-nehmen“ und „Verzeihen“ zu üben!

Für jeden von uns sind das lebenslange Aufgaben. Aber du wirst sehen, wie du dich jeden Tag leichter fühlen wirst, wenn du dies mehr und mehr schaffst!

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Yvonne Borowiak, M.A. soc. Personalberaterin – Dozentin – Coach

Herzliche Grüße,

Yvonne



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